Darsteller: Philip Seymour Hoffman, Bill Nighy, Rhys Ifans, Nick Frost, Kenneth Branagh; Regie: Richard Curtis; Länge: 130 Minuten
Ein Film von 2009, nicht von SAT.1 oder ProSieben und das bei maxdome – diesen muss ich mir unbedingt anschauen. Doch was ist das? Nach dem Eröffnungsscreen von Universal Pictures habe ich einen schwarzen Bildschirm und höre nur noch Stimmen. Um meinen Geisteszustand muss ich mir jedoch keine Sorgen machen, denn nach wenigen Sekunden höre ich auch nichts mehr. Das Einfachste wäre, den Film anzuhalten und noch einmal neu zustarten. Schließlich gehört man zur Computergeneration und ist damit ein erprobter Windowsuser. Doch warum einfach? Dies hier ist maxdome. Meine Set-Top-Box reagiert wieder einmal auf keinerlei Eingaben. Auch der Einschaltknopf ignoriert mein wiederholtes Drücken. Da hilft nur eines – den Stecker ziehen. Manchmal komme ich mir vor wie der Excorzist, der seiner Set-Top-Box den Teufel austreibt. Ich hasse maxdome.
Nach diesen Anlaufschwierigkeiten kann auch endlich der Film beginnen. 1966 an Bord des Piratensenders „Radio Rock“: Die vom Amerikaner The Count und der britischen Legende Gavin angeführte DJ-Crew lebt für die Musik. Feiern, ohne ans Morgen zu denken und freie Liebe, sollen das Lebensgefühl dieser Generation wiedergeben. Dieses zu verstehen, dafür bin ich definitiv zu jung. Aber die Musik ist Klasse. Wer „Good Morning, Vietnam“ ebenso wegen der Musik liebt, wird „Radio Rock Revolution“ mögen. Auch wenn ich skeptisch bin, dass in den 60ern wirklich jeder vom Baby bis zum Greis diese Musik gemocht hat. Gegner der „Piraten“ ist die konservative britische Regierung. Hier wieder einmal überzeugend: der geniale Kenneth Branagh. Und so führt die Dramaturgie des Films letztlich hin zum großen, bewegenden Finale.
Noch 29 Tage bis zum Ende meines maxdome Premium-Pakets.